Senftenberg zwischen gestern und heute1279 erstmals erwähnt, liegen die eigentlichen Wurzeln von Senftenberg in einer slawischen Wehranlage, die im 15. Jahrhundert zu einer Verteidigungsanlage ausgebaut und 1609 in den Rang einer Festung erhoben wurde. Mitten in einem Park gelegen, bildet ein gut erhaltenes Schloss den Mittelpunkt dieser Anlage. Noch heute ist der fast quadratische Erdwall, der das Schloss umschließt, mit seinen vier Bastionen vollständig erhalten und begehbar.
Während im Mittelalter die Bewohner ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch Ackerbau, Obst- und Weinanbau sowie durch die Produktion von alltäglichen Gebrauchsgütern erwarben, setzte mit dem Beginn des Braunkohlenabbaus um 1860 die Industriealisierung und der wirtschaftliche Aufschwung ein. Die Bergarbeiterstadt Senftenberg entwickelte sich zum Verwaltungszentrum des gesamten ostdeutschen Braunkohlebergbaus. In den letzten Jahren erlebte die Stadt und ihre Region einen enormen Strukturwandel. Durch den stetigen Rückgang des Bergbaues und die beispielhaft rekultivierten Folgelandschaften, entwickelte sich Senftenberg immer mehr in ein Freizeit- und Erholungsparadies mit einem reichhaltigen Freizeitangebot.
Wasser, Strand und vieles mehrAls Besuchermagnet zieht heute der Senftenberger See, mit seinem 11 Kilometer langen Badestrand, jährlich Tausende Touristen und Tagesgäste zum Baden, Segeln und Surfen an. Mit seinen 1300 Hektar Wasserfläche zählt er zu den größten künstlich angelegten Gewässern in Europa und ist ein Musterbeispiel sanierter Bergbaufolgelandschaft. In direkter Nähe gedeihen Wälder und Wiesen, auf einer Insel mitten im See, einem Naturschutzgebiet, entwickelte sich eine einmalige Flora und Fauna. Vom Menschen ungestört nisten und brüten dort seltene Wasservögel wie Graureiher, Kormorane und Fischadler. Der reiche Fischbestand lässt jedes Anglerherz höher schlagen. Die hervorragende Wasserqualität, die Sauberkeit der Strände und zahlreiche Maßnahmen zum Umweltschutz führten im Jahr 2000 erstmalig zur Verleihung der „Blauen Europa-Flagge“. Diese Auszeichnung wird nur nach Erfüllung strenger Kriterien und Auflagen vergeben und zeichnet so den Senftenberger See als einen der besten Badeseen in ganz Europa aus. Am besten lernt man ihn während einer interessanten Rundfahrt mit dem Fahrgastschiff „Santa Barbabara“ kennen. Und wer den See in eigener Regie über oder unter Wasser erkunden möchte, kann sich an eine der Surfschulen, den Bootsverleih oder den Tauchklub wenden.
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Senftenberg „Niederlausitzer Seenland“ (10 km ca. 15 Minuten Fahrtzeit)
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